Zu wenig Klassenzimmer am Graf-Adolf-Gymnasium (GAG) in Tecklenburg stellt die Politik vor herausfordernden Entscheidungen. Die aktuelle Situation.

Tecklenburg – Schulentwicklung Überblick

Interaktive Grafik zur Raumsituation, Schülerströmen und politischen Maßnahmen

Raumnot am Graf-Adolf-Gymnasium

Prognosen, Realzahlen und unmittelbare Auswirkungen

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Die Anmeldezahlen liegen deutlich höher als früher erwartet. Durch den Wechsel von G8 auf G9, steigende Schülerzahlen und Aufnahmen aus Nachbarorten wird das Gebäude ab 2026/27 zu klein.

Prognose: 67 Reale Schüleranzahl: 116 Quelle: GAG
Warum der Druck steigt
Durch G9 entstand ein zusätzlicher Jahrgang. Gleichzeitig steigen die Anmeldungen aus Ladbergen, Lengerich, Lotte und Westerkappeln seit Jahren.
Konsequenzen
Ohne Erweiterung fehlen (perspektivisch) bis zu acht Klassen- und sechs Gruppenräume.

Interkommunale Belastung

Wer zahlt – und wer profitiert?

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Über die Hälfte der Schülerschaft kommt nicht aus Tecklenburg – dennoch trägt die Stadt Tecklenburg nahezu alle Kosten allein.

Ladbergen — 120 Lotte — 62 Westerkappeln — 52 Lengerich — 19
Finanzielle Schieflage
58 % der Schülerschaft kommen aus anderen Kommunen – die Kosten für diese Schüler trägt dennoch fast vollständig die Stadt.
Politische Forderungen
SPD und CDU wollen eine Kostenbeteiligung der anderen Kommunen.
Belastung durch Fahrtkosten
Auch die Beförderungskosten muss die Stadt zahlen, die weiter steigen.

Lösungswege & Bauvarianten

Welche Optionen sind realistisch?

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Neben temporären Klassencontainern stehen zwei Neubauvarianten zur Diskussion. Finanzielle Mittel sind knapp — deshalb spielen Übergangslösungen eine große Rolle.

➤ Kleine Variante
4 Klassenräume, 550 m², ca. 2,7 Mio. €. Standort: neben der Einfachsporthalle.
➤ Große Variante
8 Klassenräume + Musikraum, 1100 m², ca. 4,7 Mio. €.
➤ Übergangslösung
Container: 5 Räume für ~100.000 €/Jahr – kurzfristig realisierbar.
➤ Zügigkeit reduzieren
Senkung auf 3 Züge ab 2027/28 möglich – in Verbindung mit gesetzlichen Vorgaben und Genehmigung. Risiko: Losverfahren auch für Tecklenburger. Ortsfremde Kinder könnten, wenn es in ihrem Heimatort eigene Gymnasien gibt, abgewiesen werden.

Kurzfazit

  • Das Graf-Adolf-Gymnasium braucht kurzfristig Platz; längerfristig sind Bau- oder Kooperationslösungen nötig.
  • Die Stadt hat begrenzte Mittel — Übergangslösungen (Container, Anmietung) sind wahrscheinlich.
  • Politische Verhandlungen mit Nachbarkommunen sind entscheidend für eine gerechte Kostenverteilung.

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Quellen für diese Grafik: Sitzungspaket Stadtratssitzung vom 11.12.2025


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