Der direkte Draht funktioniert – und genau darum ging es beim aktuellen Treffen zwischen dem Kreis Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf. Landrat Martin Sommer hatte ins Kreishaus eingeladen, um mit Vertretern des Handwerks über die größten Baustellen der Branche zu sprechen.
Mit dabei: unter anderem Hauptgeschäftsführer Frank Tischner und Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann. Schnell wurde klar: Die Herausforderungen wachsen.
PREISE STEIGEN – BETRIEBE IM KREIS STEINFURT SPÜREN DRUCK
Vor allem die gestiegenen Energiekosten setzen vielen Betrieben zu. Der Grund: internationale Krisen wie der Konflikt im Nahen Osten treiben Preise nach oben und sorgen gleichzeitig für unsichere Lieferketten.
👉 Ergebnis:
- Wege zum Kunden werden teurer
- Materialkosten steigen
- Investitionen werden zurückgestellt
„Der Wandel der Weltwirtschaft kommt direkt bei uns an“, so Sommer.
SCHWARZARBEIT BLEIBT GROßES PROBLEM
Ein weiteres Thema: illegale Beschäftigung. Sie schadet nicht nur ehrlichen Betrieben, sondern auch dem Staat.
- weniger Einnahmen für Sozialkassen
- schlechtere Chancen für Jobsuchende
- unfairer Wettbewerb
Die Botschaft ist klar: Hier muss stärker gegengesteuert werden.
NEUE REGELN – CHANCE FÜRS HANDWERK?
Seit 2026 gelten in NRW neue Vergaberegeln. Weniger Bürokratie, mehr Flexibilität – zumindest auf dem Papier.
Die Hoffnung:
👉 Betriebe bekommen öfter den Zuschlag, wenn sie wirklich die besten Angebote liefern.
Trotz aller Probleme sehen die Beteiligten auch Chancen – vor allem für den Nachwuchs.
Das Stichwort: duale Ausbildung
- sichere Jobs
- gute Karrierechancen
- echte Zukunftsperspektiven
Gerade weil viele Betriebe Nachfolger suchen, öffnen sich neue Türen für junge Menschen.
Am Ende ziehen beide Seiten ein positives Fazit. Der enge Kontakt zwischen Politik und Handwerk soll helfen, Lösungen zu finden – gerade in schwierigen Zeiten.

