Stellt euch vor, es ist das Jahr 2045: Brochterbeck wird von einem 242 Meter hohen „Streittower“ überragt, das Kultmagazin YPS gehört den Gründern von RBO und Boote stauen sich bei der Juxbootregatta wie auf der A1.
Was klingt wie ein exzentrischer Science-Fiction-Plot, war am vergangenen Samstagabend der bizarre, aber gefeierte Auftakt zur „Ultimativen Franznacht“ in der historischen Gaststätte Franz.
ZEITREISE: NATHALIE, NILS BÄUMER & 2045
Punkt 19:11 Uhr riss Vereinsvorsitzender Manfred Roeßmann das Publikum aus dem Alltag. Mit einem dreifachen „Helau“ auf das Oberdorf gab er den Startschuss.
Dass der Abend kein gewöhnliches Fastnachtsfest werden würde, bewiesen Nathalie und Nils Bäumer sofort: Als Marty McFly und Doc Brown schickten sie die rund 90 Jecken in „Bäumers Zeitkapsel“ direkt in die Zukunft des Dorfes. Mit einer RBO-Zeitung der Zukunft. Aus dem Jahr 2025 – mit „Streittower“ und „Venushügel“. Aber mehr dazu bald.
„DAS MÄDCHEN FÜR ALLES“
Das Oberdorf feierte auch seine Originale im Hier und Jetzt. Etwa Dennis Lienkamp. Seit mittlerweile 20 Jahren im Unternehmen tätig und nach der Ära mit niederländischem Besitzer inzwischen dienstältester Mitarbeiter der Gaststätte Franz, nahm er das Publikum mit auf eine humorvolle Reise durch seinen Arbeitsalltag. Nach dem legendären „Oranjemarkt XXL“ führte ihn sein Weg vom Business Development zum sprichwörtlichen „Mädchen für alles“. Besonders schmunzeln ließ er das Publikum mit der Bemerkung, dass sein Chef Hendrik Schöpker beim bloßen Wort „Festival“ inzwischen ein unregelmäßiges Zucken unterm Auge bekomme.
Auch der über die Dorfgrenzen hinaus bekannte Stadionsprecher Christian Wiechert brachte mit doppeldeutigen Pointen den Saal zum Toben.

KARSTEN BUCHSBAUM ERHÄLT MÜHLENTEICHORDEN
Den emotionalen Anker des Abends setzte jedoch eine Ehrung, die für stehende Ovationen sorgte. Karsten Buchsbaum, ein Mann, der hinter den Kulissen von der Weihnachtsbeleuchtung bis zur Mühlenteich-Steganlage alles am Laufen hält, erhielt unter dem Jubel der Gäste den begehrten Mühlenteichorden.
Mit „Onkel Werner“ ging es humorvoll weiter: Skurrile Geschichten, musikalische Einlagen von Ukulele bis Heavy Metal und jede Menge Klamauk sorgten für begeisterten Applaus. Kurzweilige Unterhaltung bot auch der „menschliche Spielautomat“, gespielt von Aneka Stüve, Katharina Schürmann und Michael Strehnisch, bei dem sich viele Glückliche aus dem Publikum kleine Likörgewinne erspielten.

MÄNNERBALLETT „WOOTE BOYZ“
Dann erloschen die Lichter plötzlich komplett. Zu den düsteren Klängen von „Thriller“ verwandelte das Männerballett der Woote Boyz die Bühne in ein geisterhaftes Spektakel. Als leuchtende Skelette im Schwarzlicht brannten sie eine interessante Choreografie ab.
DJ Jumper brachte den Saal mit einer Polonaise endgültig zum Kochen und füllte die Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden. Auch bei der Kostümprämierung zeigten sich die Gäste äußerst kreativ: Als bestes Gruppenkostüm wurde das „Dixiklo“ mit seinen quirligen Putzfrauen, dargestellt von Frank und Annika Masche, Katharina Schürmann, ausgezeichnet, das beste Einzelkostüm stellte Sandra Lienkamp als Vogelscheuche. Die Preise wurden von der Gaststätte Franz gesponsert.

Durch den Abend führte Sebastian Schürmann in gewohnt lockerer und humorvoller Manier. Bei bester Stimmung wurde noch lange gefeiert – und spätestens beim Teggeln am kommenden Samstag wird man sich mit Freude an diese gelungene Franznacht erinnern.






