Die Anspannung ist in der Sporthalle an der Leedener Grundschule merklich spürbar. Nur noch vier Tage bis zum Halbfinale Deutsche Meisterschaft U19. Pascal Kröner und Ilias Westphal werden heute von ihrem Trainer Christoph Kipp härter gefordert, schneller korrigiert und stärker in die Pflicht genommen.
Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn am Samstag ab 14:20 Uhr steht Leedens Radballhoffnung ein absoluter Härtetest der ersten Güte gegenüber. Ein auserwählter Kreis der Eliten dieser Sportart werden zeigen, was es bedeutet, wenn der Süden der Republik auf den Norden trifft.
PASCAL KRÖNER, ILIAS WESTPHAL FAHREN ZUR DM
Traf man zuvor nur auf die bekannten Teams aus NRW, so gibt es jetzt ein Stelldichein gegen die A-Jugend-Eliten der deutschen Bundesligisten. Und wohlgemerkt: am frühen Samstagnachmittag handelt es sich um das Halbfinale in der Nähe von Stuttgart befindlichen Gärtringen.
KAMPFGEIST DER LEEDENER
Kurzfristig war das Tecklenburger Duo am Ostersamstag zu einem Intensivtraining ins belgische Genk gereist. Der neue Landestrainer und Bundesligaspieler Sven Holland-Moritz hatte zu diesem „internationalen“ Radball-Meeting eingeladen: Drei Mannschaften aus Genk und drei Teams aus NRW waren in die flämische Stadt gereist.
Die belgischen Gastgeber und Weltmeisterschaftsteilnehmern Robby Gubbelmans und Koen Uitterhaegen waren nur einer von mehreren Hochkarätern am Trainingsnachmittag.
Auch anwesend die 2. Bundesliga-Mannschaft aus Schiefbahn: Jannis und Robin Leusch. Im Vorfeld gab es eine zweistündige Technikunterweisung mit neuen Anreizen fürs Spiel. Knackige Begegnungen anschließend auf dem Hallenboden für Kröner und Westphal. Das Scheitern war mit einkalkuliert und erfolgte prompt. Und dennoch, dieser heftige Härtetest mit mehreren (Trainings)Niederlagen sollte die beiden auf das kommende Wochenende einstimmen. Gleichzeitig galt es, das Duo auf anderer Mannschaften und andere Spielsysteme vorzubereiten. Dieses gelang in der flämischen Provinzhauptstadt.
DER TRAINER GLAUBT AN SEINE JUNGS
Trainer Christoph Kipp rechnet sich am Samstag durchaus was für seine Jungs aus: „Wir kennen nur das Team des Gastgebers aus Gärtringen, das wird ein harter Brocken. Die Jungs haben wir im letzten Jahr bei der deutschen Meisterschaft gesehen. Die anderen Team sind aus meiner meiner Sicht schlagbar bis gleichwertig.“ Mit einem verschmitzen Lächeln ergänzt er: „Und dann machen wir den zweiten Platz.“
Denn das reicht für den Einzug in DM-Finalrunde nach Moers in einigen Wochen.
Bereits am Freitag erfolgt die Anreise der Leedener ins schwäbische Gärtringen. Der gleichnamige Erstliga-Radballverein ist Ausrichter des Halbfinales. Somit genug Zeit und Ruhe für die Jungs am Samstagmorgen für das eigentliche Ankommen in der Halle. Weite Wege haben zum Teil auch die anderen Teams vor sich. Aus Sachsen, Nähe Görlitz kommt die U19 des RSV Nieder-Seifersdorf. Der TSG Stotternheim aus Erfurt wird mit seienr U19 die Fahnen Thüringens hochhalten. Aus dem hessischen Darmstadt reist die U19 der Spielgemeinschaft Arheilgen an. Und vom RMC Stein, dem Radball-Primus aus Bayern – die erste Mannschaft ist Spitzenreiter der derzeitigen Radball-Bundesliga – reisen deren jugendliche Hoffnungsträger ins Schwabenland.
Insgesamt 24 Mannschaften aus ganz Deutschland spielen am 11. April bundesweit parallel. In „Jeder-gegen-Jeder“-Modus stehen fünfzehn Partien in Gärtringen auf dem Spielplan. Fünf davon jeweils einzelne „Endspiele“ für den Radballverein Bergeslust Leeden.
Die beste Nachricht: die Jungs haben es geschafft. Gestern teilte der Verein mit, „DM, DM, wir fahren zur DM!!!“
„Super Leistung von unseren Jungs auf dem Halbfinale!“ Man habe sich qualifiziert und starte am 2. und 3. Mai in Moers. „Wir sind sehr stolz auf euch“, heißt es abschließend vom RSV Leeden.









