Nach einem Einbruch in den neuen Firmensitz der Jürgen Bäumer Heizung Elektro Sanitär GmbH in Ibbenbüren ist bei dem Handwerksbetrieb ein erheblicher Schaden entstanden. Zwar konnte ein Großteil der Beute sichergestellt werden, dennoch beläuft sich der verbleibende Schaden nach Angaben des Unternehmens auf rund 40.000 Euro.
DREISTER EINBRUCH IN SCHIERLOH
Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 3. Juli auf dem Firmengelände im Gewerbegebiet Schierloh. Unbekannte verschafften sich Zugang, indem sie einen Zaun beschädigten und anschließend eine Scheibe der Lagerhalle einschlugen. Nachdem sie die Halle betreten hatten, öffneten sie die Rolltore und durchsuchten zunächst die Büroräume.
Dort fanden die Täter die Schlüssel zweier Firmenfahrzeuge. Anschließend luden sie die Transporter mit großen Mengen Kupfer aus dem Lager voll. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich um Heizungsrohre, Kabel und Verbindungsstücke mit einem Einkaufswert von rund 120.000 Euro. Insgesamt sollen etwa fünf Tonnen Material verladen worden sein, heißt es von der Polizei.
Für die Flucht durchbrachen die Täter mit den beiden Kleintransportern den Grundstückszaun und fuhren in Richtung Ruhrgebiet davon.
FAHRZEUGE DANK GPS SCHNELL GEFUNDEN
Die gestohlenen Firmenfahrzeuge konnten bereits wenige Stunden nach der Tat im rund 80 Kilometer entfernten Marl aufgefunden werden. Möglich machte dies ein GPS-Ortungssystem, mit dem die Fahrzeuge ausgestattet waren. Die Polizei konnte daraufhin den Standort der Transporter ermitteln und sicherstellen.
Der Großteil des gestohlenen Kupfers befand sich noch in den Fahrzeugen. Nach Einschätzung des Unternehmens wollten die Täter die Beute vermutlich später auf ein größeres Fahrzeug umladen. Die Verdächtigen selbst konnten jedoch flüchten.
PRODUKTION WAR KURZZEITIG BEEINTRÄCHTIGT
Durch den Diebstahl fehlte dem Betrieb zunächst wichtiges Material, sodass Arbeiten vorübergehend nicht wie geplant ausgeführt werden konnten. Ein Großhändler lieferte bereits am folgenden Montag Ersatz, wodurch größere Ausfälle verhindert wurden.
Neben den Sachschäden investierte das Unternehmen nach dem Einbruch in zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Die bestehende Alarmanlage wurde unter anderem um weitere Bewegungsmelder, Videokameras und eine Sirene ergänzt. Weitere Maßnahmen seien geplant.
POLIZEI KREIS STEINFURT
Die Polizei bestätigte den Einbruch bereits kurz nach der Tat. Aus ermittlungstaktischen Gründen macht sie derzeit keine Angaben zum Stand der Ermittlungen oder zu möglichen Tatverdächtigen.
Nach Einschätzung des Unternehmers könnte es sich um eine professionell organisierte Tätergruppe handeln. Hinweise darauf seien unter anderem das gezielte Vorgehen sowie Beobachtungen eines auffälligen Fahrzeugs in den Tagen vor der Tat. Die Polizei prüft entsprechende Hinweise. Der Betrieb hofft nun auf Zeugen, die in der Tatnacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben.








