© Hagedorn
Der Sprengtag auf dem Schafberg in Ibbenbüren folgt einem präzisen Zeitplan. Jede Minute zählt – für Einsatzkräfte, Anwohner und die Organisatoren.
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6-9 UHR: IBBENBÜREN IM AUSNAHMEZUSTAND
Bereits um 6 Uhr beginnt für viele Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) der Tag. Ab 7 Uhr werden sie per Bus in die Goethehalle gebracht. Zwischen 240 und 300 Menschen müssen ihre Unterkunft verlassen. Besonders schutzbedürftige Personen werden vorsorglich in andere Einrichtungen im Regierungsbezirk Münster verlegt.
Die Rücksichtnahme ist bewusst gewählt: Viele Bewohner stammen aus Krisengebieten und verbinden Explosionen mit traumatischen Erfahrungen.
Parallel startet um 8 Uhr die Evakuierung der direkten Anwohner. Insgesamt müssen 185 Menschen ihre Häuser verlassen. Straßensperrungen treten in Kraft, die Rochusstraße wird vollständig gesperrt. Ab 9 Uhr darf der Sicherheitsbereich nicht mehr betreten werden.
11 UHR: DER MOMENT – DER KAMIN BEIM KRAFTWERK FÄLLT
Punkt 11 Uhr erfolgt die Zündung. Sekunden später soll der Kamin am Boden liegen. Für Außenstehende ist es ein kurzer, massiver Knall – für die Einsatzleitung der Höhepunkt monatelanger Vorbereitung.
11:30-12 UHR: KONTROLLE UND FREIGABE
Nach der Sprengung prüfen Fachleute das Gelände. Gegen 12 Uhr sollen Straßensperrungen und Sicherheitszone aufgehoben werden, teilt die Stadt mit. Anwohner und ZUE-Bewohner können zurückkehren.






