Die Blutversorgung im Kreis Steinfurt steht derzeit unter massivem Druck. Der DRK-Blutspendedienst West meldet, dass die vorhandenen Reserven nur noch für etwa 1,5 Tage ausreichen – ein alarmierender Wert, der deutlich unter dem empfohlenen Sicherheitsbestand von fünf Tagen liegt.
Diese Situation ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Krankenhäuser sind auf eine stabile Versorgung angewiesen, um Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung schwerer Erkrankungen sicherzustellen.

🔍 WARUM SIND DIE RESERVEN SO NIEDRIG?
Mehrere Faktoren haben in den vergangenen Wochen zu diesem Engpass geführt:
- Zahlreiche Spendetermine mussten wegen dem schlechten Winterwetter abgesagt werden.
- Viele potenzielle Spenderinnen und Spender fallen krankheitsbedingt aus.
- Weniger Menschen spenden generell. Ein bundesweiter Trend, der sich auch im Kreis Steinfurt bemerkbar macht.
- Statt der üblichen rund 3.000 Spenden pro Monat wurden zuletzt nur etwa 2.500 registriert.
Der DRK-Blutspendedienst West betont, dass Blutspenden eine Art „stille Versicherung“ sind – man weiß nie, wann ein Notfall eintritt, aber man muss vorbereitet sein.
🧪 WIE LÄUFT EINE SPENDE AB?
Und vorbereitet kann man nur sein, wenn man genug vorrat hat. Der DRK-Kreisverband Steinfurt erklärt den Ablauf einer Spende:
- Mindestalter: 18 Jahre
- Mitbringen: Personalausweis oder Führerschein
- Gesundheitscheck vor Ort: Temperatur, Puls, Blutdruck, Hämoglobin
- Dauer der eigentlichen Spende: 5–10 Minuten
- Nachruhe: Einige Minuten entspannt liegen bleiben
- Laboruntersuchung: Jede Spende wird auf Infektionskrankheiten getestet
Nun wisst ihr, wie es geht. Die nächsten Termine in Tecklenburg:







