Viele, die jahrzehntelang mitgelaufen sind, würden jetzt sagen: „Ich kann nicht mehr.“ Zu wenig Mitspieler gibt es auch neben ihnen.
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„Es ist eine tolle Erfahrung, man lernt die Kirche nochmal ganz neu kennen“
Sabine Wallmeier
Gründe dafür? Weiß Wallmeier nicht genau. Allerdings seien über Ostern viele Familien im Urlaub – und laut ihr spielt auch der Zeitenwandel eine Rolle: Immer weniger, besonders junge Menschen, gehören der katholischen Kirche an.

Dabei findet Wallmeier, dass die Osterzeit die schönste Zeit im Jahr sei: „Wenn es einem einmal schlecht geht folgt die Auferstehung. Wir haben mit der Prozession einen lebendigen Gottesdienst mitten im Dorf, schon seit über 40 Jahren!“
TRADITION SUCHT ZUKUNFT IN BROCHTERBECK
2024: Schon da war das Problem bekannt, bis jetzt habe sich nicht wirklich viel geändert. 140 Personen gingen im letzten Jahr mit. Für diese Gläubigen wollen sie die Tradition unbedingt erhalten, da sie so bildlich nachstellen können, wie der Weg von Jesus gewesen ist, erzählt sie. „Das bewegt einen nochmal anders als auf der Kirchenbank.“
Der organisatorische Aufwand hält sich in Grenzen: Ein gemeinsames Treffen am Samstag vor Palmsonntag dient dazu, neue Teilnehmende einzuweisen und den Weg gemeinsam abzugehen. Danach folgt nur noch die Prozession selbst am Karfreitag.
Die Rollenverteilung ist flexibel – jede und jeder kann sich eine passende Aufgabe aussuchen. Derzeit wirken 20 bis 30 Personen mit, darunter jährlich wechselnde Kommunionkinder.
Interesse geweckt? Sabine Wallmeier ist per E-Mail wallmeier@web.de zu erreichen.





