Am Stadion am Habichtswald in Leeden herrscht derzeit kein gewöhnlicher Trainingsbetrieb. Statt Jubel nach Toren, Kommandos von der Seitenlinie und Klacken von Fußballschuhen auf dem Asphalt sind es andere Geräusche, die das Gelände prägen. Schrauber, Besen, Schubkarren und ehrenamtlicher Einsatz.
Die Sanierung der Sportanlage des BSV Leeden-Ledde hat begonnen.
Schon am ersten Wochenende nach Saisonende packten zahlreiche Vereinsmitglieder, Spieler und Unterstützer mit an. Kabinen wurden leergeräumt, Werbebanden entfernt, das Geländer grundgereinigt und der alte Holzzaun abgebaut.
BSV LEEDEN/LEDDE: ANLAGE WIRD FIT GEMACHT FÜR DIE ZUKUNFT
Denn der Kabinentrakt am Ascheplatz ist mittlerweile rund 50 Jahre alt. Für den Verein war deshalb klar: Es ist Zeit, die Anlage fit für die Zukunft zu machen.
Möglich wird das Vorhaben durch die Unterstützung von 22 großzügigen Spendern, die einen fünfstelligen Betrag zur Verfügung gestellt haben. Viele von ihnen verbindet eine persönliche Geschichte mit dem BSV Leeden-Ledde. Einige standen selbst einst im gelb-schwarzen Trikot auf dem Platz, andere fühlen sich dem Verein seit Jahren eng verbunden.
„Von der Unterstützung sind wir total überrascht“, heißt es vom Verein. Das ursprünglich gesetzte Spendenziel sei sogar deutlich übertroffen worden. Unterstützer fanden sich nicht nur in allen Tecklenburger Ortsteilen, sondern auch in Hagen a.T.W., Lengerich, Saerbeck und sogar München.
In den kommenden Wochen soll sich auf dem Gelände nun sichtbar etwas verändern. Geplant sind neue Fahnenmasten am Eingangsbereich, eine moderne Infotafel, die Erneuerung des Schutzzauns sowie die Aufarbeitung der Pflasterflächen. Das Herzstück des Projekts befindet sich jedoch hinter den Kabinentüren.
NEUE BELEUCHTUNG, FITNESS- UND INDOOR BIKE
Dort entstehen neue Regalfächer für die Spieler, ein modernes Beleuchtungskonzept ersetzt die alten Neonröhren und erstmals wird ein Fitness- und Regenerationsraum eingerichtet. Mit Indoor-Bike, Hantelbank und weiteren Trainingsmöglichkeiten sollen die Bedingungen für die Mannschaften deutlich verbessert werden.
GROßER AUFENTHALTSRAUM
Auch die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz. Ein eigener Aufenthaltsbereich mit großem Bildschirm soll künftig Raum für Spielanalysen, Mannschaftsabende oder gemeinsames Fußballschauen bieten.
Die Arbeiten werden dabei fast ausschließlich in Eigenleistung umgesetzt. Spieler der ersten und zweiten Mannschaft sowie zahlreiche freiwillige Helfer investieren ihre Freizeit, um die Pläne Wirklichkeit werden zu lassen.
„Nur durch den Einsatz unserer Mitglieder und das große ehrenamtliche Engagement ist ein Projekt dieser Größe überhaupt machbar“, betont der Verein.
Bis zum Start der neuen Saison soll alles fertig sein. Die ersten Schritte sind bereits gemacht – und auf dem Habichtswald ist die Aufbruchsstimmung derzeit nicht zu übersehen.








