Während in Tecklenburg noch die Nachwirkungen des 800-Jahr-Jubiläums verarbeitet werden, arbeitet die Kurverwaltung bereits an den nächsten Projekten. Im Betriebsausschuss Kurverwaltung wurden jetzt aktuelle Zahlen, neue Förderungen und die Arbeit des Tourismusbeirats vorgestellt.
IN KÜRZE …
- Die Kurverwaltung (Zuständig für den Tourismus) hat im ersten Quartal 2026 einen kleinen Überschuss erzielt.
- Eine neue mobile Bühne wird angeschafft.
- Die geplante Tecklenburg Card wird weiterentwickelt.
- Tecklenburg arbeitet an einer Aufwertung seines Kurort-Status.
- Für den Weinberg wurde ein Förderantrag zurückgezogen.
- Der Tourismusbeirat kritisiert die Kommunikation rund um das Jubiläumsjahr „800 Jahre Tecklenburg“.
DIE WICHTIGSTEN PUNKTE
Worum geht es bei der Tecklenburg Card?
Die Tecklenburg Card soll künftig als Gäste- und Vorteilskarte dienen. Solche Karten werden in vielen Tourismusregionen eingesetzt und ermöglichen beispielsweise Vergünstigungen bei Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen oder touristischen Angeboten. Ziel ist es, Gäste länger in der Region zu halten und zusätzliche Besuche bei lokalen Anbietern zu fördern. Die Kurverwaltung arbeitet laut Bericht weiterhin an der Umsetzung des Projekts.
Warum spricht die Stadt über eine Höherprädikatisierung?
Tecklenburg trägt bereits das Prädikat eines staatlich anerkannten Luftkurortes. Nun laufen Gespräche über eine mögliche Höherprädikatisierung. Dahinter steckt ein offizielles Anerkennungsverfahren des Landes, das höhere touristische und gesundheitliche Qualitätsstandards voraussetzt. Solche Anerkennungen können für Fördermittel, Marketing und die Außendarstellung einer Stadt wichtig sein.
Auch für Leeden werden laut Bericht Möglichkeiten einer neuen touristischen Prädikatisierung geprüft.
Was steckt hinter dem Weinberg-Projekt?
Im Bericht wird erwähnt, dass ein LEADER-Förderantrag für den Weinberg zurückgezogen wurde und im kommenden Jahr erneut eingereicht werden soll.
LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union für Projekte im ländlichen Raum. Damit werden regionale Entwicklungsprojekte unterstützt, die das Leben, den Tourismus oder die Wirtschaft vor Ort stärken sollen.
Warum der Antrag zurückgezogen wurde, geht aus den Sitzungsunterlagen nicht hervor. Klar ist nur: Das Vorhaben soll 2027 einen neuen Anlauf nehmen.
Der traditionsreiche Weinberg in Tecklenburg liegt an der Südseite der historischen Burgruine und greift eine jahrhundertealte Anbautradition auf.
Neue Bühne bewilligt
Erfolgreicher verlief ein anderer Förderantrag. Die Anschaffung einer mobilen Veranstaltungsbühne wurde bewilligt.
Für die Stadt bedeutet das zwar zusätzliche Kosten von rund 3.000 Euro, die bisher nicht eingeplant waren. Gleichzeitig schafft die neue Bühne bessere Voraussetzungen für Stadtfeste, Vereinsveranstaltungen und kulturelle Angebote.
Hermannshöhen: Mehr Erlebnis für Wanderer?
Die Kurverwaltung beteiligt sich an Workshops zum Qualitätswanderweg Hermannshöhen. Diskutiert werden neue Erlebnisstationen entlang der Route.
Für den Abschnitt rund um Tecklenburg wurden unter anderem folgende Orte genannt:
- Dörenther Klippen
- Schöne Aussicht
- Marktplatz
- Aussichtspunkte rund um die Altstadt
Da Tecklenburg kein eigenes Budget in das Projekt eingebracht hat, sind derzeit keine konkreten Maßnahmen vorgesehen. Denkbar wäre aber eine spätere Umsetzung über andere Förderprogramme.
Was bedeutet ISEK?
Mehrfach taucht in den Unterlagen die Abkürzung ISEK auf.
ISEK steht für „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“. Es handelt sich um einen langfristigen Plan zur Weiterentwicklung einer Stadt. In Tecklenburg gehören dazu unter anderem:
- Altstadtmanagement
- Altstadtmöblierung
- Kurparkentwicklung
Mit der Altstadtmöblierung sind beispielsweise Sitzgelegenheiten, Aufenthaltsbereiche, Beschilderungen oder andere Elemente gemeint, die das Erscheinungsbild der Altstadt verbessern sollen. Die Stadt bereitet derzeit Förderanträge für diese Projekte vor.
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Quellen
Ratsinformationssystem
Betriebsausschusses Kurverwaltung
am Dienstag, 09.06.2026, 17:00 Uhr








